25 Jahre NACHBAR IN NOT - Logo

Ein Vierteljahrhundert weltweite Hilfe durch ORF-Aktion NACHBAR IN NOT

Bundespräsident Van der Bellen empfing ORF, Hilfsorganisationen und diplomatische Vertreter in der Hofburg. Zum 25. Jubiläum der ORF-Aktion "NACHBAR IN NOT" fand ein international besuchter Empfang beim Bundespräsidenten und Schirmherren der Hilfsaktion, Prof. Dr. Alexander Van der Bellen, statt.

Geladen und gekommen waren nicht nur hochrangige Vertreter des ORF und der NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen – Caritas, Care, Diakonie, Hilfswerk, Malteser, Rotes Kreuz, Samariterbund und Volkshilfe –, sondern auch zahlreiche Botschafter jener Länder, denen NACHBAR IN NOT in den vergangenen 25 Jahren in Krisen- und Katastrophenfällen geholfen hat.

Wrabetz, Mayerhoffer, Van der Bellen, Opriesnig (v.l.n.r.)

Wrabetz, Mayerhoffer, Van der Bellen, Opriesnig (v.l.n.r.) (c) ORF/Thomas Jantzen

Insgesamt 223,1 Millionen Euro sind seit der Gründung der Hilfsaktion, die 1992 als Hilfe für die Flüchtlinge und Vertriebenen des Jugoslawienkrieges ins Leben gerufen wurde, von den Österreicherinnen und Österreichern gespendet worden. Zehn Jahre half NACHBAR IN NOT den notleidenden, zivilen Opfern des Bürgerkriegs beim Überleben und schließlich auch beim Wiederaufbau. Die Aktion wurde zum Synonym für rot-weiß-rote Hilfe und ist es bis heute geblieben. NACHBAR IN NOT wurde 2003 in eine Stiftung umgewandelt und hat sich in einem Vierteljahrhundert von der Jugoslawienhilfe zur Österreich-Dachmarke von ORF und NGOs für internationale Hilfseinsätze entwickelt.

Bundespräsident Van der Bellen: "Synonym für Hilfe und Solidarität"

Bundespräsident Prof. Dr. Alexander Van der Bellen lobt die vorbildliche Arbeit (c) ORF/Thomas Jantzen

Bundespräsident Prof. Dr. Alexander Van der Bellen lobt die vorbildliche Arbeit

Bundespräsident Prof. Dr. Alexander Van der Bellen erinnerte an die Anfänge von NACHBAR IN NOT: "Eineinhalb Millionen Menschen waren im auseinanderfallenden Jugoslawien auf der Flucht, die größte Flüchtlingswelle innerhalb Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Situation wurde eine Idee geboren, von einem umtriebigen Medienmanager des ORF: Kurt Bergmann." Der Bundespräsident unterstrich ausdrücklich "diese Beharrlichkeit, diese Emphatie und diese Nachhaltigkeit", mit der sich NACHBAR IN NOT nicht allein über 10 Jahre im ehemaligen Jugoslawienkrieg bewährt hat, "sondern diese Aktion reicht langsam bis über den ganzen Erdball." Van der Bellen: "Seit einem Vierteljahrhundert leistet diese Aktion vorbildliche Arbeit und ist ein Synonym geworden für Hilfe und Solidarität.“ Der Bundespräsident dankte abschließend allen Unterstützern von NACHBAR IN NOT, "allen voran dem ORF, der sich hier maßgeblich engagiert, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hilfsorganisationen und allen Spenderinnen und Spendern für ihr Mitgefühl und ihre Empathie. Danke für Ihre Kreativität, Organisation und Umsetzungsfähigkeit, die dahinter steht."

ORF-Generaldirektor Wrabetz: "Dem Nachbarn zu helfen, heißt global zu helfen"

ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz lobt das Engagement im ORF (c) ORF/Thomas Jantzen

ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz lobt das Engagement im ORF

Auch ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz würdigte die Verdienste der Anfangsjahre der Hilfsaktion für die Opfer des Bürgerkriegs am Balkan unter Kurt Bergmann. "Eine Nachbarschaftshilfe, die viel mehr geleistet hat, als Lebensmittel zu liefern und Häuser wieder aufzubauen. Sie hat unseren Nachbarn vor allen Dingen gezeigt, dass sie nicht alleingelassen sind, sondern Menschen da sind, denen ihr Schicksal nahe geht.“ Wrabetz unterstrich aber auch die Bedeutung der Stiftungsgründung von NACHBAR IN NOT durch Caritas, Rotes Kreuz und den ORF als Medienpartner. "2003 wurde NACHBAR IN NOT in eine Stiftung umgewandelt, die den Aktionsradius enorm vergrößerte – das zeigt auch, dass wir den Nachbarschaftsbegriff im Sinne des globalen Dorfes verstanden und erweitert haben.“ Wrabetz lobte das Engagement im eigenen Unternehmen und unterstrich: "Der ORF ist stolz, dass wir als Rundfunk der Gesellschaft unseren Beitrag dazu leisten können, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass dem Nachbarn zu helfen, global zu helfen heißt." Und weiter: "Dafür braucht man journalistische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, braucht es verschiedene Blickwinkel auf humanitäre Krisen und Katastrophen, auf ihre Auswirkungen und ihre Ursachen.“ Der Dank für den Erfolg von NACHBAR IN NOT gelte "den Mitarbeiter/innen des ORF, der Hilfsorganisationen und natürlich den Spenderinnen und Spendern."

NACHBAR IN NOT-Vorstandsvorsitzender Opriesnig: "Konsequente Umsetzung des humanitären Imperativ"

NACHBAR IN NOT-Vorstandsvorsitzender Michael Opriesinig bei seiner Rede (c) ORF/Thomas Jantzen

NACHBAR IN NOT-Vorstandsvorsitzender Michael Opriesinig bei seiner Rede

"Seit nunmehr 25 Jahren verkörpert NACHBAR IN NOT die konsequente Umsetzung des humanitären Imperativs, der da lautet: ,Wir müssen helfen, wenn wir helfen können!‘ NACHBAR IN NOT hat sich in den letzten Jahren unabhängig von geographischen Distanzen gemacht. Die Aktion steht für notleidende Menschen, deren Schicksal uns nahe geht. NACHBAR IN NOT ist zu einer humanitäre Visitenkarte Österreichs geworden", meinte NACHBAR IN NOT-Vorstandsvorsitzender Michael Opriesnig, stv. Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Man könnte auch sagen sie ist eine Glocke des sozialen Gewissens – und jedes Mal, wenn sie erklingt, wissen die Österreicher, dass jemand dringend ihre Hilfe braucht. Weil es nicht egal ist, wenn Menschen in anderen Ländern keine Perspektive haben", so Opriesnig.

Multikulturelle Vielfalt in der Hofburg

Margit Maximilian las aus ihrem Buch (c) ORF/Thomas Jantzen

Margit Maximilian las aus ihrem Buch

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, zahlreiche Mitglieder der ORF-Geschäftsführung sowie viele Journalistinnen und Journalisten des Hauses, die der Aktion seit ihrer Gründung Gesicht und Stimme verleihen, die Repräsentanten der insgesamt acht Hilfsorganisationen, die unter dem Dach von NACHBAR IN NOT zusammenarbeiten, Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, und zahlreiche Eminenzen – darunter Botschafter/innen und diplomatische Vertretungen aus Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Kosovo, Serbien, Irak, Indonesien, Rumänien, Bulgarien, Jordanien, Libanon und Nigeria – waren der Einladung in die Hofburg gefolgt. Der ORF erinnerte in Zuspielungen an die diversen internationalen Hilfseinsätze von NACHBAR IN NOT. ORF-ZIB-Redakteurin und Afrikaexpertin Margit Maximilian, gerade erst zurückgekehrt aus Uganda, von wo sie über NACHBAR IN NOT-Hilfsprojekte berichtete, las aus ihrem Buch „Woza Sisi: Die mutigen Frauen Afrikas“.

Musikalischer Rahmen

MoZuluArt bei ihrem Auftritt in der Hofburg (c) ORF/Thomas Jantzen

MoZuluArt bei ihrem Auftritt in der Hofburg

Für den musikalischen Rahmen sorgte das afrikanische Ensemble "MoZuluArt" mit den Musikern Vusa Mkhaya, Ramadu, Blessings Nqo Nkomo, die mit den Stücken "Qula" und "Hard Times" unter der Leitung und in Begleitung von Prof. Roland Guggenbichler ihre mitreißenden Mozart-Interpretationen vokal und instrumental zum Besten gaben.