ORF und NACHBAR IN NOT starten Winterhilfe für Flüchtlinge aus Syrien und dem Nordirak

Rund 12 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, etwa die Hälfte davon Kinder – viele von ihnen sehen verzweifelt dem vierten Kriegswinter entgegen.

Der blutige Krieg in Syrien geht in das vierte Jahr, bereits drei Millionen Syrer sind vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat über die Grenzen geflohen, die meisten davon in Länder wie den Libanon und Jordanien. 6,5 Millionen Syrer wurden zu Vertriebenen im eigenen Land. Die NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen leisten seit Ausbruch des Krieges humanitäre Hilfe in Syrien und den Nachbarländern. Doch ein Ende der Flüchtlingsströme ist nicht abzusehen, der Krieg hat sich nun auch auf den Nordirak ausgeweitet. Geschätzte 1,8 Millionen Menschen sind in Irak auf der Flucht vor den Kampfhandlungen. Die UNO spricht bereits vom "größten humanitären Notfall unserer Zeit".

Angesichts dieser Situation starten ORF und NACHBAR IN NOT am Montag, dem 22. September, die Aktion "NACHBAR IN NOT – Winterhilfe Syrien und Irak".

Wrabetz: "Moralischer Imperativ zum Helfen"

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Vor den Augen der Weltöffentlichkeit spielen sich derzeit unfassbar viele humanitäre Katastrophen ab. Der Auftrag der Medien, darüber zu berichten, ist zugleich auch ein moralischer Imperativ, um zu handeln und zu helfen, wo es möglich ist. Der ORF startet daher mit einem Schwerpunkt in der Berichterstattung zum Syrien/Irak-Konflikt erneut auch Aufrufe zum Spenden. Viele der verzweifelten Menschen sehen bereits dem vierten Kriegswinter entgegen – das Haus ORF wird all seine Synergien nützen, um dem Schrecken des Krieges und der Ohnmacht der Bilder, die Möglichkeit zur solidarischen Hilfe für jeden Einzelnen in Form von Spenden entgegenzustellen."

Mayerhoffer: "Das Leid steigt, wenn die Temperaturen sinken"

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting: "Wir haben uns, gemeinsam mit den NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen, im Mai 2013 dazu entschlossen, eine Hilfsaktion für das Flüchtlingsdrama in Syrien und den Nachbarländern ins Leben zu rufen. 4,7 Millionen Euro sind bisher gespendet worden – doch die Ausweitung des Krieges macht auch eine Ausweitung der Hilfeleistung notwendig. Nahezu 12 Millionen Menschen sind von humanitärer Hilfe abhängig. Die meisten Unterkünfte sind nicht winterfest, das Leid steigt, wenn die Temperaturen sinken."

Der TV-Spot

Der Hörfunk-Spot

Schweifer: "Jede Hilfe zählt!"

"NACHBAR IN NOT"-Vorstandsvorsitzender und Caritas-Auslandshilfegeneralsekretär Christoph Schweifer: "In Syrien und im Nordirak sind Millionen Menschen auf der Flucht. Viele mussten binnen Stunden, nur mit dem Notwendigsten, ihre Häuser verlassen, mussten mitansehen, wie ihre Bekannten und Freunde gestorben sind. Die Menschen sind verzweifelt und traumatisiert. Jetzt geht es darum, alles zu unternehmen, ein sicheres Überleben durch den Winter zu ermöglichen. Jede Hilfe zählt!"

Opriesnig: "Wir müssen helfen!"

"Von meinen Reisen in die Nachbarländer Syriens weiß ich, wie dramatisch die Situation für Millionen von Flüchtlingen ist. Es fehlt an allem. Essen, sauberes Wasser, Medikamente und sehr oft auch das feste Dach über dem Kopf", sagt Michael Opriesnig, stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes und Vorstand von NACHBAR IN NOT. "Der nahende Winter verschärft die Lage von hunderttausenden Menschen zusätzlich. Gemeinsam müssen wir den Betroffenen helfen, durch die kalte Jahreszeit zu kommen."

Die NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen – Caritas, CARE, Diakonie, Hilfswerk, Malteser, Rotes Kreuz, Samariterbund und Volkshilfe – leisten mit einer Vielzahl von konkreten Projekten und Nothilfemaßnahmen ihren Beitrag, um das Leid der Menschen zu lindern. Hunderttausende Flüchtlinge innerhalb und außerhalb Syriens müssen mit Hilfspaketen versorgt werden – beginnend mit Nahrungsmitteln, über Zahnbürsten und Seife bis hin zu Kleidung, Decken, Kochgeschirr und Hygieneartikeln. Doch der bevorstehende Winter trifft jene Familien, die in Zelten leben, besonders hart, denn sie sind nicht gegen die Kälte gerüstet. Vor allem im Libanon und im Nordirak können die Temperaturen in kalten Wintermonaten unter den Gefrierpunkt sinken, das macht die Verteilung von warmen Decken, Matratzen und Heizöfen dringend notwendig.

Der ORF unterstützt die Hilfsaktion mit Spendenaufrufen und Berichterstattung in allen Medien und Landesstudios. Der ORF TELETEXT informiert auf Seite 144 und auch die ORF-TVThek unterstützen die Hilfsaktion.

Spendenkonto

NACHBAR IN NOT – Winterhilfe Syrien und Irak
Spendenkonto (Erste Bank):
IBAN: AT05 20111 40040044000
BIC: GIBAATWWXXX