Hunderte Menschen, darunter auch Familien mit Kindern, stehen in Wintermäntel gehüllt entlang eines Zaunes Schlange.
Volkshilfe/Narodna Dopomoha
Hilfe für die Ukraine

So hilft NACHBAR IN NOT in der Ukraine

Die Hilfsorganisationen von NACHBAR IN NOT sind auch in den Nachbarländern aktiv.

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MALTESER

Die MALTESER sind in der Ukraine und den angrenzenden Ländern mit eigenen Kräften wie folgt aktiv:

Ukraine:

- Errichtung von Notunterkünften für geflüchtete Menschen
- Ausgabe von Mahlzeiten, Decken, medizinischem Material
- Unterstützung der Flüchtenden nahe der Grenze, medizinische Versorgung und Versorgung mit Mahlzeiten, Wasser und Decken

Polen, Rumänien, Ungarn, Slowakei:

- Betrieb von Zentren an und hinter der Grenze für die Erstaufnahme von geflüchteten Menschen
- Bereitstellung medizinischer Hilfe
- Verteilung von Hygieneartikeln und Windeln
- Versorgung mit Mahlzeiten
- Psychosoziale Unterstützung
- Bereitstellung sicherer Unterkünfte und Transport zu diesen

Getränke und Essen stehen für die Flüchtenden aus der Ukraine bereit.
People in Need

CARITAS

Die Caritas ist in der ganzen Ukraine und den angrenzenden Ländern tätig.

Ukraine:

Die Regionen Kyiv und Saporischja sind seit Beginn des Krieges starken Angriffen ausgesetzt. Menschen verstecken sich vor der Bombardierung in Kellern und in U-Bahnschächten. Die Lebensmittel- und Trinkwasservorräte der Bevölkerung gehen zur Neige, die Geschäfte sind leer. Durch die Nahrungsmittelsoforthilfe erhalten über 5.400 Menschen Lebensmittel für einen Monat und es können 577 Pakete mit Haushaltsgegenständen ausgegeben werden. Die Nahrungspakete enthalten haltbare Lebensmittel wie z.B. Reis, Öl, Zucker und Dosenfleisch, an Gebrauchsgütern werden z.B. Decken und Kochutensilien verteilt.

Zusätzlich werden 37.650 Personen in den Regionen von Lemberg, Ternopil und Chmelnyzkyj mit den lebensnotwendigsten Gütern wie Essen, Hygieneartikel und Erste-Hilfe-Kits versorgt. Für Kinder wird pädagogische Betreuung in speziell ausgestatteten Kinderzentren angeboten, Erwachsene werden sozialarbeiterisch beraten und können auf Wunsch psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen.

Moldau:

Das Projekt ASSIST - Soforthilfe in Moldawien unterstützt 6.200 Geflüchtete aus der Ukraine in der Republik Moldau.

- Verteilung von Nahrungsmitteln
- Sichere (Not-)Unterkünfte im Land und an der Grenze
- Verteilung von Hilfsgütern wie Decken, etc.
- Verteilung von Hygieneartikeln

Zudem unterstützt die Caritas mit dem Projekt ASSIST – Notfallhilfe in Moldawien (Ave Copiii) 3.600 Flüchtende aus der Ukraine. Die Hilfe umfasst die Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikel, psychologische Unterstützung und die Zurverfügungstellung von Informationsdienstleistungen und Rechtsberatung.

Rumänien:

Schutzsuchende Familien erhalten Gutscheine, die bei lokalen Vertragshändlern eingetauscht werden können. Mit diesen Gutscheinen können sich die Menschen schnell und unkompliziert mit Nahrungsmittel und anderen Gütern des täglichen Bedarfs versorgen und ihre Grundbedürfnisse individuell decken. So wird ihnen auch in Notsituationen Flexibilität und Entscheidungsfreiheit gewährleistet. In einer Zeitspanne von 3 Monaten werden Gutscheine im Wert von 60 Euro pro Monat an 1.000 Personen vergeben.

Auf dem Bild sind eine ältere Dame mit Gehhilfe sowie ein Helfer zu sehen. Der Mann bringt der Frau zwei große Kisten.
Caritas Ukraine

CARE

CARE Österreich arbeitet in der Ukraine und in Nachbarländern mit Partnern, die in allen relevanten Ländern aktiv sind.

- Verteilung von Lebensmitteln, Hygienematerialien, Dignity Kits, Windeln und ähnlichem
- Verteilung von sauberem Wasser
- Verteilung von Hilfsgütern wie Decken, Schlafsäcken und Matten, Kleidung, Heizmaterialien
- Psychosoziale Unterstützung
- Unterstützung durch Notfall-Bargeldhilfe

Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK)

Das ÖRK unterstützt derzeit auf mehreren Ebenen in der Ukraine und den Nachbarländern:

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung (das Ukrainische Rote Kreuz, die Partner-Rotkreuzgesellschaften in Polen, Ungarn, Slowakei, Rumänien, Moldawien und in der Russischen Föderation, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz - IKRK und die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung - IFRC) ist in der Ukraine und den Nachbarländern tätig, die Hilfe des ÖRK ist somit Teil eines umfassenden humanitären Netzwerks.

Die Kampfhandlungen haben sich auf zahlreiche größere Städte ausgebreitet und bringen weitreichende und extrem negative Folgen für die zivile Infrastruktur und für die Zivilbevölkerung. Betroffen sind einerseits mehrere Millionen Ukrainer und Ukrainerinnen, die ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben und innerhalb als auch außerhalb der Ukraine auf der Flucht sind. Besonders stark betroffen sind aber auch jene Menschen, die in abgeriegelten Städten keinen Zugang zu Märkten, Wasser und Strom haben.

Die humanitären Bedürfnisse, die im Zuge des Konflikts entstehen, sind enorm und dringend, insbesondere bei Lebensmitteln, Wasser, Unterkunft sowie Hygiene- und Haushaltsartikeln. Das Ziel der ÖRK Aktivitäten in der ersten Nothilfephase ist es, zur Verbesserung der humanitären Situation der vom Konflikt in der Ukraine betroffenen Menschen beizutragen und wichtige Grundbedürfnisse abzudecken.

- Abdeckung Grundbedürfnisse von 60.000 Haushalten (ca. 300.000 Personen) durch Hygiene- und Nothilfegüter
- 7.116 Lebensmittelpakete

Man sieht Menschen von der Hüfte abwärts neben ihren Koffern stehen. In der Mitte des Bildes hält ein Kind die Hand eines Mannes, es schaut in die Kamera.
Volkshilfe/Narodna Dopomoha

Hilfswerk International

Medizinische Versorgung für geflüchtete Menschen in der Ukraine – Unterstützung des Ivano-Frankivsk Kinderspitals

Ukrainische Krankenhäuser kommen an den Rand ihrer Kapazitäten: „Wir können die Kinder nicht mehr angemessen versorgen. In unser Krankenhaus kommen schwer kranke, schwer verletzte Kinder aus der gesamten Ukraine. Jedes Mal, wenn der Alarm losgeht, evakuieren wir alle 400 Betten in unseren Luftschutzbunker, wo wir z.B. die Frühgeborenen händisch beatmen müssen“, berichtet eine Krankenschwester aus dem Ivano-Frankivsk Regional Children´s Hospital im Westen des Landes. Das Projekt zielt daher darauf ab, die medizinische Versorgung im Ivano-Frankivsk Kinderkrankenhaus sicherzustellen. Es werden Medikamente, medizinische Geräte und andere benötigte medizinische Hilfsmaterialien zur Verfügung gestellt.

Diakonie

Hilfe für Geflüchtete in Moldau

Etwa 402.000 Personen sind seit Beginn des Krieges aus der Ukraine in die Republik Moldau geflohen (UNHCR, Stand 7.4.). Obwohl viele von ihnen weiterreisen, befinden sich aktuell noch rund ein Drittel im Land und benötigen dringend Unterstützung und Unterkünfte.

Die Diakonie Katastrophenhilfe versorgt mit der lokalen Partnerorganisation Moldovan Christian Aid ankommende Menschen direkt an den Grenzübergängen. Mobile Teams stellen den Geflüchteten das Notwendigste zur Verfügung: warme Mahlzeiten, Nahrungsmittel, Hygiene-Artikel und soziale Unterstützung. Rund 2.000 Geflüchtete profitieren von den Projektaktivitäten, zum Großteil Frauen, Kinder und andere besonders vulnerable Gruppen.  Auch Unterkünfte werden zur Verfügung gestellt, in vier Pfarrzentren wurden insgesamt 400 Plätze eingerichtet.

Rumänien (Rădăuți, Șomcuta Mare, Galați, Iași and Bucharest mit Partner AIDRom) - Zielgruppe vor allem ukrainische Frauen und Kinder, aber auch geflüchtete Drittstaatenangehörige

In Rumänien versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe Partnerhilfeorganisation AIDRom bereits an der Grenze mit dem Notwendigsten. Die Ankommenden erhalten warme Mahlzeiten, Hygieneartikel, Babynahrung, Windeln und medizinische Hilfsgüter. Ebenso wird rechtliche und soziale Beratung bereitgestellt. Darüber hinaus werden temporäre Unterkünfte organsiert - und falls nicht vorhanden, mit Betten und anderen notwendigen Möbeln ausgestattet. An ein Krankenhaus in Odessa liefert die Diakonie Katastrophenhilfe Partnerorganisation AIDRom in Absprache mit den lokalen Behörden medizinische Ausrüstung. Abhängig von der Sicherheitslage werden auch andere Orte in der Ukraine mit medizinischem Equipment beliefert.

Auf dem Bild sind Personen, welche Kisten und Decken tragen zu sehen. Sie tragen blaue Jacken mit der Aufschrift "Diakonie Katastrophenhilfe".
Diakonie


Volkshilfe Österreich

Chernivtsi (Czernowitz) im Westen der Ukraine, eine Stadt mit rund 260.000 Einwohner*innen, ist seit Ausbruch des Krieges ein wichtiger Flucht- und Transitort für flüchtende Menschen aus der ganzen Ukraine geworden. Es wird geschätzt, dass die Stadt derzeit etwa 70.000 Geflüchtete beherbergt. Viele von ihnen haben ihre Lebensgrundlage sowie ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Gemeinsam mit unserer ukrainischen Schwesterorganisation Narodna Dopomoha unterstützen wir geflüchtete Menschen in Chernivtsi mit Essens- und Hygienepaketen. Unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter helfen bei der lokalen Integration und bieten rechtliche Beratung bei den vielen Fragen, die durch die neue Lebenssituation entstehen. Darüber hinaus bietet das Projekt psychosoziale Betreuung, um Menschen zu helfen, ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten zu können. Durch gemeinsame sportliche und kreative Aktivitäten in der Gruppe, wird das Gemeinschaftsgefühl und das psychische Wohlbefinden gestärkt. Frauen und Mädchen werden auch darin geschult, wie sie sich besser vor sexueller Gewalt schützen können. Im Fokus unseres Projekts stehen besonders schutzbedürftige Menschen – Kinder, alleinerziehende Mütter, stillende und schwangere Frauen, Menschen mit Behinderungen oder schweren chronischen Erkrankungen und auch ältere Menschen ohne Zugang zu sozialer Hilfe.

Erich Czernowitz



Arbeiter-Samariter-Bund Österreich

Der anhaltende und täglich brutaler werdende Krieg in der Ukraine zwingt immer mehr Menschen ihre Heimat zu verlassen. Der Samariterbund hilft gemeinsam mit seinem lokalen Partner in Rumänien die ankommenden Flüchtlinge aus der Ukraine zu versorgen, indem Lebensmittel und Hygieneartikel an die erschöpften Menschen verteilt werden. Im Zuge des Projektes werden 6.000 Flüchtlinge durch die Verteilung von Bargeld-Voucher unterstützt, um die dringendsten Bedürfnisse stillen zu können.