So hilft NACHBAR IN NOT in Beirut

Nach der Explosion in Beirut am 4. August 2020, die 190 Todesopfer und 6.500 Verletzte forderte sowie ca. 300.000 Menschen zu Obdachlosen machte, hat sich die humanitäre Lage der Bevölkerung im Libanon weiter verschärft. Die NACHBAR IN NOT-Organisationen arbeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkt-Aktionen, um den Menschen in Beirut vor Ort zu helfen.

Rotes Kreuz

Ãsterreichisches Rotes Kreuz

Österr. Rotes Kreuz

Das Projekt des Österreichischen Roten Kreuzes konzentriert sich besonders auf das Gesundheitssystem, das bereits aufgrund der herrschenden Wirtschaftskrise, der zivilen Unruhen, der COVID-19-Pandemie und der Aufnahme von rund 1,5 Millionen Flüchtlingen in einem Land mit rund 6,8 Millionen Einwohnern, stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ziel des Projektes ist die Sicherung der Lebensgrundlage von 320 Familien, die in besonderem Maße von den Explosionen betroffen und aufgrund der erschwerten Lebensbedingungen anfällig für COVID-19-Infektionen sind.

Unterstützung erhielten Haushalte, deren Unterkünfte durch die Explosionen beschädigt wurden. Außerdem jene mit einem weiblichen Haushaltsvorstand oder Einpersonenhaushalte, Personen mit besonderen Bedürfnissen, jene mit einem niedrigen Einkommen oder auch verschuldete Familien. Zu den Hilfeleistungen zählte u. A. eine Überweisung in der Höhe von USD 1.000,- pro Haushalt.

Das Libanesische Rote Kreuz hat seit der Explosionskatastrophe über 183.620 Personen in verschiedenen Bereichen, wie dem Rettungsdienst oder der Gesundheitsversorgung, versorgt und unterstützt.

Hilfswerk International

Hilfswerk

Hilfswerk

Das Hilfswerk International hat seinen Schwerpunkt auf die Wiederbeschäftigung von akut gefährdeten und arbeitslosen Fachkräften gelegt. Hier wurde beispielsweise ein Projekt initiiert, bei dem derzeit 16 Arbeiter und Arbeiterinnen aus den Bereichen der Altenpflege, der Kundenbetreuung oder der Trauma-Arbeit mit jenen Menschen in Verbindung gebracht werden, die diese Leistungen derzeit benötigen. Bislang konnte so ein doppelter Unterstützungseffekt generiert werden, da die 16 Arbeiterinnen und Arbeiter insgesamt 32 Familien zuarbeiten, die wieder eine durchschnittliche Haushaltsgröße von fünf Personen aufweisen.

Dazu werden die Fachkräfte - im Rahmen der Projektaktivitäten - bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt. Zwei Sozialarbeiterinnen, die durch das Projekt angestellt sind, werden regelmäßige Hausbesuche durchführen, um die Menschen auch auf psychosozialer Ebene zu betreuen.

Volkshilfe

Volkshilfe

Volkshilfe

Die Volkshilfe hat sich auf Nothilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen konzentriert. Unmittelbar nach der Katastrophe wurden 10 Tage lang insgesamt 650 Personen medizinisch versorgt, auch Hilfsgeräte für Menschen mit Behinderungen wurden bereitgestellt.

Im Rahmen des Wiederaufbaus werden 103 Haushalte mit Personen mit Behinderungen und/oder älteren Menschen, die nicht in der Lage sind ihre Unterkünfte selbst zu reparieren, beim Wiederaufbau unterstützt. Die Rehabilitation zielt darauf ab, ihre normalen Lebensbedingungen wiederherzustellen. Die Begünstigten werden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für soziale Angelegenheiten (MOSA) und auf Grundlage ihrer Vulnerabilität und ihres konkreten Bedarfs an Reparaturarbeiten ausgewählt. In den ersten Wochen im September 2020 wurde bereits ein Teil der Begünstigten identifiziert, die notwendigen Formulare entwickelt und technische Bestandsaufnahmen der Schäden durchgeführt. Im Oktober 2020 werden die ersten Reparaturarbeiten erfolgen.

Das Projekt wird vom lokalen Partner Mousawat umgesetzt und von NACHBAR IN NOT, Volkshilfe, AWO International und ADH (Aktion Deutschland hilft) finanziert.

Volkshilfe

Diakonie

Die Diakonie Katastrophenhilfe war umgehend nach der Katastrophe mit ihrer lokalen Partnerorganisation International Orthodox Christian Charities (IOCC) vor Ort. Die Partner entsandten neun Krankenschwestern und zwei psychosoziale Helfer an den Unglücksort und begannen mit der Erstversorgung von Verletzten. Am nächsten Tag wurden drei Zelte errichtet, in denen seitdem gesundheitliche Versorgung stattfindet. Als weitere Soforthilfe wurde in den Tagen nach der Katastrophe eine Gemeinschaftsküche errichtet, die die Notleidenden mit warmen Mahlzeiten versorgt.

4000 warme Mahlzeiten Die anhaltende Wirtschaftskrise hat die Preise für Lebensmittel schon seit Jahresbeginn immer weiter erhöht. Um die Ernährung von 200 besonders armen Familien zu sichern, verteilt IOCC an drei Tagen pro Woche, jeweils sieben Wochen lang, warme Mahlzeiten. Das Essen wird in wiederverwendbaren, hitzebeständigen Lebensmittelbehältern direkt zu den begünstigten Familien nach Hause geliefert. Sie werden auf die jeweilige Familiengröße zugeschnitten und enthalten auch ein Paket Brot. Außerdem arbeiten vier begünstigte Frauen in der Gemeindeküche mit, und können so das Einkommen ihrer Familie aufbessern.

Wohnraumsanierung: Damit das Leben weitergeht Auch die Sanierung von Wohnraum gehört zum dringenden Bedarf der Menschen, die in den Stadtvierteln mit den größten Zerstörungen leben. Hunderte schon zuvor verarmte Familien mussten seit dem Unglück in ihren unsicheren Häusern ausharren, viele davon mit psychologischen Traumata, verursacht durch die gewaltige Detonation. Tausende wurden aber auch in kollektive Notunterkünfte umgesiedelt oder sind bei Verwandten untergekommen. Zudem blockieren vielerorts immer noch Trümmer die Gehwege.

IOCC setzt im Rahmen des Projekts 125 Wohnungen instand. Die Instandsetzung beinhaltet beispielsweise die Reparatur von Fenstern und Türen, die Erneuerung von Stromleitungen oder die Reparatur von Wasserleitungen und Sanitäranlagen. 625 Menschen erhalten dadurch wieder ein sicheres Zuhause.

Zudem werden zehn Geschäfte von kleinen Dienstleistungen wie etwa Lebensmittelshops rehabilitiert, damit zehn Familien wieder eine Einkommensgrundlage haben. Die ausgewählten Shops stärken die Versorgungslage der Anwohner.

Hygiene-Kits für 3.500 Personen Die Ausbreitung des Coronavirus in der gebeutelten Stadt verschärft die Situation der Notleidenden zunehmend. Ein Teil der Gesundheitseinrichtungen wurde zerstört und damit der Zugang zu einer Basisversorgung weiter verschlechtert. Deshalb werden 700 begünstigte Familien mit Hygiene-Kits versorgt. So können sie ihre Hygienebedürfnisse decken und haben ausreichend Materialien wie Mundschutz, Seife und Desinfektionsmittel, um sich vor einer Ansteckung mit dem Virus bestmöglich zu schützen.

Spendenbeispiele
12 Euro: Soviel kostet ein warmes Mittagessen inklusive Lieferung und Kosten und Löhne für die Zubereitung.
22 Euro: Soviel kostet ein Hygienepaket für sieben Personen. Es enthält unter anderem Desinfektionsmittel, Masken und Seife zum Schutz vor Covid-19.
2.100 Euro: Damit kann eine Wohnung so weit instand gesetzt werden, dass eine Familie wieder sicher darin wohnen kann.

Havard Bielland / Norwegian Church Aid

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Die Katastrophe verschärft für die Menschen in Beirut die seit Monaten anhaltende Ausnahmesituation zusätzlich.

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