Bericht der Volkshilfe Österreich

Die nach Idlib vertriebenen Binnenflüchtlinge leben in überfüllten informellen Lagern im Nordwesten Syriens in einem unhygienischen Umfeld mit mangelndem Zugang zu Wasser.

Aufgrund der schlechten Lebensbedingungen wird eine rasche Ausbreitung des Covid-19 Virus befürchtet. Gleichzeitig sind die Gesundheitseinrichtungen mehrheitlich zerstört, schlecht ausgerüstet und unterbesetzt. In diesem Kontext wird die Volkshilfe Österreich in Kooperation mit der deutschen Organisation medico international und dem lokalen Frauenzentrum in Idlib ein Unterstützungsprojekt durchführen.

Durch die Mittel von Nachbar in Not sollen insbesondere Nothilfemaßnahmen im Bereich der Hygiene umgesetzt werden. Das örtliche Frauenzentrum in Idlib wird von Mai bis August 2020 zusätzlich zu ihren normalen Aktivitäten im Bildungs- und Beratungsbereich monatliche Verteilungen von Hygiene-Kits an 1.000 Familien (ca. 5.000 Personen) in informellen Lagern in der Stadt Idlib abwickeln.

Die Hygiene Kits beinhalten u.a.: Seife, medizinisches Shampoo, Desinfektionsmittel, Damenbinden, Zahncreme / Zahnbürsten, Taschentücher, Reinigungsmittel wie Chlor zur Desinfektion. Zusätzlich werden die Familien über Hygiene im Allgemeinen und über das Virus und die notwendigen präventiven Maßnahmen im Speziellen aufgeklärt. Sollte es die Sicherheitslage erlauben, besteht die Möglichkeit die Hilfsmaßnahmen auszuweiten und zu verlängern.