So helfen die NACHBAR IN NOT-Organisationen in Mosambik

Der Zyklon Idai, der in der Nacht vom 14. auf den 15. März mit Windböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde vom Indischen Ozean herkommend in der Nähe der Hafenstadt Beira in Mosambik auf Land getroffen ist, hat eine Schneise der Verwüstung gezogen.

So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit der VOLKSHILFE um Zugang zu sauberem Trinkwasser und Nahrungssicherheit zu gewährleisten!

Die schweren Überschwemmungen durch den Wirbelsturm und die Zerstörung von Wasser und sanitären Einrichtungen haben ein ideales Umfeld für die Ausbreitung von wasser-übertragenen Krankheiten wie Cholera geschaffen.
Nach der Katastrophe führten die Soforteinsatzteams schnelle und umfassende Untersuchungen im Gebiet von Dombe und Buzi durch. Die Untersuchungen zeigen, dass eine Vielzahl von Brunnen beschädigt und verunreinigt wurden. Die Praktiken des Händewaschens sind begrenzt und die Abfallwirtschaft ist auch ein allgemeines Problem in den meisten betroffenen Gebieten.
Die Volkshilfe in Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner hat ihr bestehendes Team in Mosambik mit Spezialisten für Notfallhilfe und Wasser- und Sanitärspezialisten verstärkt.
Derzeit richten die Teams Notfall-Wasserversorgungsdienste für Vertriebene in Zwischenlagern ein, um den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu gewährleisten.
Weiters bereiten sie den Bau von Notfalltoiletten und Wasch-/Badeeinrichtungen für Vertriebene vor, um das Risiko einer Krankheitsübertragung zu verringern. In den betroffenen Gemeinden werden verschmutzte Brunnen gereinigt und bei Bedarf repariert. In den kommenden Monaten sollen bis zu 250 Brunnen gereinigt und rehabilitiert werden, um den Zugang zu sauberem Trinkwasser für bis zu 60.000 Personen zu gewährleisten.
Landwirte, die ihre gesamte Ernte verloren haben, werden mit Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten unterstützt. Die Mitarbeiter bereiten die Notfallverteilung von Saatgut und den Ersatz von Vermögenswerten für bis zu 3.000 Bauernfamilien vor.

So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit der CARITAS um die Wiedereröffnung von 4 Schulen zu ermöglichen!

In den ESMABAMA Schulen gibt es aktuell mehr als 8.000 Schulkinder, wovon 2.000 Kinder im Internat wohnen (43% davon sind Mädchen). Jede Gemeinde hat Zugang zu einer kompletten Grundschulausbildung und einer Landwirtschaftsschule.
Die Infrastruktur der Schulen und des Internates wurden durch den Zyklon Idai schwer beschädigt. Die Rehabilitation der Schulen ist erstes Ziel des Projektes der Caritas. Um eine weitere Bildung sowie Versorgung der Kinder zu gewährleisten, muss so rasch wie möglich mit der Rehabilitation begonnen werden. Weiters erhalten die Kinder regelmäßig Essen und Nahrungsmittel, damit sie die Schule nicht frühzeitig abbrechen. Gerade nach schweren Krisen ist die Abbruchquote der SchülerInnen sehr hoch.

So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit CARE um die Hygienevorsorge an Schulen zu sichern.

CARE arbeitet in Mosambik im Bereich WASH mit einem starken Fokus auf Mädchen und Frauen.

CARE's Aktivitäten beinhalten:

Verteilung von Family Sets an Familien in Notunterkünften und in Schulen.
Gesundheitsvorsorge betreffend Sanitäreinrichtungen an Schulen in der betroffenen Region.
Rehabilitation gegebenenfalls Neubau der Latrinen bzw. Waschgelegenheiten in Konsultation mit den Schülerinnen.
Verteilung von genderspezifischen Materialien zur Instandhaltung der Latrinen.
Verteilung von Monatshygienepaketen an Mädchen und Aufklärungsarbeit.
Schulungen für Gesundheitspersonal im Bereich Hygieneförderung and Gender Schutz Fragen.

So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit den MALTESERN um im Gesundheitsbereich in der Hygiene Vorsorge Hilfestellung zu leisten

Ziel ist es, Hilfsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Wasserzugang durchzuführen. Dabei konzentrieren sich die Malteser in Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner auf Hygiene Vorsorge, um Erkrankungen insbesondere vor der Cholera vorzubeugen. Das Technische Hilfswerk (THW) und die nationale Katastrophenschutzorganisation in Deutschland wird eine Schnell-Einsatz-Einheit zur Wasseraufbereitung nach Mosambik entsenden. Die Malteser unterstützen im Bereich der Hygiene Vorsorge.

So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit der DIAKONIE um Zugang zu Trinkwasser garantieren zu können und Hygiene Vorsorge zu leisten.

Die Diakonie arbeitet im Flüchtlingslagers Tongogara, in denen über 12.000 Menschen leben und von den Überschwemmungen betroffen sind, sowie in den Dörfern der Umgebung. Die Situation ist auch auf den Stationen rund um das Flüchtlingslager Tongagora, die sich entlang der Ufer des Sabi-Flusses befinden, dramatisch.
Im Lager wurden rund 1.100 Unterkünfte für 3.209 Haushalte ganz oder teilweise zerstört. Vier von fünf Bohrlöchern, die das Lager mit Trinkwasser versorgt haben, sind aufgrund von Stromausfällen außer Betrieb. Nur ein solarbetriebenes Bohrloch versorgt das Lager mit Wasser. Mehr als 600 Latrinen im Lager wurden zerstört.

Die Diakonie konzentriert sich auf den Bereich WASH:

Durchführung einer Bedarfsanalyse und einer Grundlinie im Lager und den umliegenden Dörfern.
Verteilung von 1.000 Hygienepaketen (Aquatabs, Seife, Kanister, Wassereimer, Damenbinde, Windeln für Kinder).
Der Bau von 300 VIP-Latrinen (1 pro Haushalt) im Flüchtlingslager und in den umliegenden Dörfern.
Hygieneschulungen (90 Sitzungen), einschließlich der 300 Haushalte, die eine Latrine erhielten.
Verbreitung durch Gesundheitspersonal im Dorf/Camp, das bereits im Lager und in den Dörfern existiert.
IEC-Material zur Hygieneaufklärung für 1.500 Haushalte.
30 Haushalte erhalten Bauwerkzeuge und werden am Bau der Latrinen beteiligt sein.
Geplant sind 7 - 8 neue Tiefbohrungen im Lager und den umliegenden Dörfern.

So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit dem HILFSWERK INTERNATIONAL und dem ARBEITER-SAMARITER-BUND ÖSTERREICHS um die Nahrungssicherheit und Gesundheit in 8 Gemeinden in Buzi und Nhamatanda zu sichern

Das Hilfswerk International (HWI) und der Arbeiter Samariter Bund Österreichs (ASBÖ) erreichen im Rahmen des Nothilfeprogramms in der Provinz Sofala über 12.000 Personen. Verstärkter Fokus wird dabei auf schwangere und stillende Frauen, (unterernährte) Kinder unter 5 Jahren sowie Menschen mit Behinderungen gelegt. Im Mittelpunkt stehen dabei Ernährungssicherung und Hygiene in Verbindung mit geeigneten medizinischen Maßnahmen sowie die Stärkung der Resilienz und Kapazitäten der Gemeinden. Das große Hilfswerk International Netzwerk in Mosambik ermöglicht die Mobilisierung von 2.400 Gesundheitsaktivisten, um Notfalldienste bereitzustellen und dringend benötigtes medizinisches Material zu verteilen. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen wurden bis zu 500.000 Hektar Ackerland zerstört.

Die damit einhergehenden Ernteausfälle und der Verlust von Lebensmittelvorräten führen dazu, dass die betroffene Bevölkerung noch mindestens ein Jahr nach der Katastrophe von Nahrungsmittellieferungen abhängig sein wird. Aufgrund der Zerstörung der Nahrungsmittelversorgung ist es dringend notwendig Lebensmittelnothilfe bereitzustellen und die Ernährung durch die Verteilung von Saatgut und den Wiederaufbau von angepassten landwirtschaftlichen und Fischereimethoden langfristig zu sichern.
Die Aktivitäten werden in den Bezirken Buzi und Nhamatanda, in den Gemeinden Estanquinha, Bandua, Buzi town, Nova Sofala, Bebedo, Lamego, Nhampoca und Metuchira durchgeführt und erreicht indirekt 66.000 Menschen.
Die MitarbeiterInnen vor Ort war bereits vor Eintreffen des Zyklons aktiv und startete unmittelbar mit der Verteilung von Hilfsgütern und der Rettung von Menschen mithilfe von Booten.

So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit dem ÖSTERREICHISCHEM ROTEN KREUZ in den Bereichen Wasser, Hygiene und Notunterkünfte

Angesichts der dramatischen Lage betreffend Hygiene und dem äußerst eingeschränkten Zugang zu Toiletten und Wasser, benötigen vorwiegend Frauen, Mädchen und Kinder unter 5 Jahren in Mosambik dringend Hilfe. Zudem breiten sich Cholera, mittlerweile gibt es über 4.000 Fälle und Durchfallerkrankungen in den betroffenen Gebieten schnell aus.
Das Mosambikanisches Rotes Kreuz und die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften – unterstützt durch seine Schwestergesellschaften wie das Österreichische Rote Kreuz – leiten den Einsatz in Mosambik in enger Koordination mit der Regierung und der UN. Das Österreichische Rote Kreuz verteilt Hilfsgüter wie zum Beispiel Hygienepakete an 10.000 Frauen und Kunststoffplanen zur Hausreparatur an 500 Familien. Das Österreichische Rote Kreuz verfügt über Spezialisten im Bereich Wasser, Hygiene und Sanitäreinrichtungen, die in das Krisengebiet entsendet werden.