So hilft NACHBAR IN NOT in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz mit Wasser- und Sanitäreinrichtungen

"Sauberes Wasser im Lager Imvepi in Uganda"

Frau Naome Moriba (88 Jahre alt) musste aus dem Süd Sudan nach Uganda fliehen. Neben den Kämpfen in ihrer Region zwang sie auch eine zunehmende Nahrungsmittelknappheit ihre Heimat zu verlassen. Auf einem Motorrad wurde sie über schlechte Straßen in den Arua Distrikt in Uganda transportiert. Es dauerte Wochen bis sie endlich das Imvepi Lager erreichte. An die 800.000 Menschen leben in den riesigen Lagern nahe der Grenze.

Dort arbeitet auch das Ugandische und Österreichische Rote Kreuz mit Unterstützung von Nachbar in Not. Vor allem werden die Menschen mit Wasser versorgt und Sanitäranlagen betrieben. Wasser aus dem Nil wird in großen Tanks aufbereitet und transportiert. Sauberes Trinkwasser sorgt auch Epidemien vor. Zudem sind die Abwehrmechanismen der Menschen durch die schwierige Ernährungssituation in ihrer Heimat und die anschließende Flucht geschwächt. Erkrankungen treffen sie dementsprechend schlimmer.

Bei Ankunft erhalten die Menschen Koch-utensilien, Decken, Hausrat und ihnen wird ein Stück Land zugewiesen, dass sie auch bewirtschaften können.

Doch Menschen wie Frau Moriba, die nicht mobil sind, stehen vor zusätzlichen Schwierig-keiten. „Besonders schwer war es von meinem Haus im sogenannten Village 12 zum Lagerzentrum zu kommen um dort die Services zu nutzen.

Auch sind die Latrinen oft nicht ausgelegt für Menschen wie mich, die Gehschwierigkeiten haben“, berichtet Frau Moriba im Gespräch mit dem ÖRK Wassertechniker Abdallah Salisu, der vor Ort arbeitet. In einer groß angelegten Kampagne wurden Rollstühle zur Verfügung gestellt, Sanitäreinrichtungen aufgerüstet und andere Behelfe ausgegeben, um diesen Menschen die Mobilität und die Nutzung der Services zu erleichtern.
„Ich möchte mich bei jenen bedanken, die uns hier unterstützen. Denn mit dieser Hilfe kann ich mir jetzt auch wieder selbst mehr helfen“ lässt Frau Moriba ausrichten.