"NACHBAR IN NOT – Flüchtlingshilfe Syrien"

Der Konflikt in Syrien erreicht sein sechstes Jahr. Es ist die größte und komplexeste humanitäre Krise in der Welt.
Der ORF und die Stiftung NACHBAR IN NOT bitten erneut um Spenden.

Die bisherige Bilanz ist erschreckend: 8 Millionen Syrer sind im eigenen Land auf der Flucht und 4,5 Millionen sind über die Grenzen geflohen. Über 1,5 Millionen Menschen wurden verwundet, mehr als 250.00 sind tot. 64 Prozent der Spitäler sind ganz oder teilweise zerstört. Mehr als 13,5 Millionen Menschen in Syrien und den Nachbarländern – davon sechs Millionen Kinder –, sind von humanitärer Hilfe abhängig.

Mädchen mit Hlfspaket

Der bevorstehende Winter verschärft die Not.

Die humanitäre Not hat weltweit ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Besorgniserregend ist vor allem die humanitäre Lage in Aleppo, die sich in einer Abwärtsspirale befindet. NGOs berichten aus der umkämpften Stadt, dass vor allem Zivilisten den Angriffen zum Opfer fallen. Bomben und Schüsse sind rund um die Uhr zu hören. Die Not der Bevölkerung ist gewaltig. Die Bewohner sind von Hilfe fast gänzlich abgeschnitten, lebenswichtiges Trinkwasser, Strom und Nahrungsmittel sind Mangelware. Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und deren Personal lassen Menschen ohne Hoffnung auf Behandlung zurück. Viele sterben, weil medizinische Hilfe in zerstörten Spitälern nicht mehr möglich ist.

Zahlen und Fakten

Die NACHBAR IN NOT-Organisationen sind seit Ausbruch des Krieges in den Krisenregionen aktiv. Seit Start der ORF und NACHBAR IN NOT-Hilfsaktion im Mai 2013 sind bisher 11,5 Millionen Euro gespendet worden. Doch nicht nur die Bombardierung Aleppos, auch der bevorstehende Winter verschärft die Not der Menschen und die humanitäre Abwärtsspirale. Daher bitten der ORF und die Stiftung NACHBAR IN NOT erneut um Spenden, um die dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen aufrechterhalten zu können und zusätzlich Winterhilfspakete zu finanzieren.

Wrabetz: "Beitrag der Menschlichkeit"

Zerbombte Stadt.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Es ist mir ein Anliegen, dass der ORF angesichts der tragischen Bilder und Nachrichten, die uns täglich aus Aleppo und weiteren Kriegsgebieten erreichen, nicht nur darüber berichtet. Der ORF bietet auch eine Plattform zum Handeln: Via NACHBAR IN NOT kann jeder Einzelne durch seine Spende für die Not leidenden Menschen einen Beitrag der Menschlichkeit leisten."

Mayerhoffer: "Dimension der Hilfeleistung gigantisch"

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting: "Wir benötigen dringend Spenden, denn die Dimension der Hilfeleistung ist gigantisch. Erschwert wird die Situation der Flüchtlinge in den nächsten Wochen und Monaten durch die kalte Jahreszeit. Der Winter kann in dieser Gegend extrem kalt sein. Daher brauchen die Menschen Decken, Winterkleidung, feste Schuhe, Matratzen und Heizöfen, um den Winter zu überstehen."

Schweifer: "Hilfe dringender denn je gebraucht!"

NACHBAR IN NOT-Vorstandsvorsitzender und Caritas-Auslandshilfechef Christoph Schweifer: "Das menschliche Leid und Elend in Syrien haben mit den Bombardierungen von Aleppo einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. Obwohl Hilfe in Aleppo selber momentan sehr schwierig zu organisieren ist, leisten viele NACHBAR IN NOT-Organisationen in Syrien selber und natürlich in den Nachbarländern Syriens wichtige Überlebenshilfe: Lebensmittel, Heizmaterial, medizinische Versorgung. Spenden sind nötig, um diese Hilfe während des bevorstehenden Winters aufrecht zu erhalten. Frauen, Männer und vor allem Kinder brauchen dringender denn je, unsere Hilfe!"

Opriesnig: "Kinder sind besonders betroffen"

Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und deren Personal lassen Menschen ohne Hoffnung auf Behandlung zurück. Viele sterben, weil medizinische Hilfe in zerstörten Spitälern nicht mehr möglich ist. Mit den mobilen Kliniken des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) konnten in den letzten Monaten 650.000 Menschen medizinisch versorgt werden. "Wir sehen, dass der Bedarf an medizinischer Hilfe, Lebensmitteln, provisorischen Unterkünften und Trinkwasser enorm ist", sagt Michael Opriesnig, Vorstandsmitglied der Stiftung NACHBAR IN NOT und stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Der Winter steht bevor, ohne entsprechende Finanzierung, vor allem für Lebensmittel und medizinische Hilfe, besteht für viele Menschen akute Lebensgefahr."

Helfen Sie! Spenden Sie!

Spendenmöglichkeiten

"NACHBAR IN NOT - Flüchtlingshilfe SYRIEN"
IBAN: AT 05 2011 1400 4004 4000
BIC: GIBAATWWXXX

Infos auch unter ORF-TELETEXT Seite 681

So konnte bisher geholfen werden

Bisher konnte die von ORF und NACHBAR IN NOT gestartete Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT – Flüchtlingshilfe Syrien“ 11,5 Millionen Euro sammeln. Geld, das von den NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen – CARE, Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Malteser, Rotes Kreuz, Samariterbund und Volkshilfe – bereits in konkreten Hilfsmaßnahmen und Projekten für die Bedürftigen ausgegeben wurde.