Hochwasser in Südosteuropa - so helfen die Organisationen

Die NACHBAR IN NOT-Organisationen sind vor Ort und helfen den Tausenden vom Hochwasser Betroffenen in Serbien, Bosnien und Kroatien. Die Menschen in den überfluteten Gebieten benötigen dringend Hilfe. Mit Ihrer Spende helfen Sie den Organisationen zu helfen.

Arbeiter Samariter Bund

© ASB

Samariterbund unterstützt beim Wiederaufbau in Flutgebieten am Balkan. Bisher sind rund 600 Tonnen überlebenswichtige Güter zur Soforthilfe in die Flutgebiete gegangen, weitere folgen. Vor Ort wird die Verteilung der Hilfsgüter mit lokalen Partnerorganisationen organisiert, zurzeit zum Beispiel mit Pomozi.ba in Bosnien, dem Verein "Frauen Gemeinschaft" in Doboj/Bosnien und "Dom Sabac" in Serbien.

Der Samariterbund schickt auch Hilfe in kleine Dörfer in Bosnien-Herzegowina und Serbien, die von der Versorgung bisher abgeschnitten waren. Samariterbund-Hilfskonvois aus den Sammellagern in allen Bundeländern sind in die betroffenen Gebiete gefahren und haben bisher rund 600 Tonnen Tonnen Hilfsgüter an die notleidende Bevölkerung überbracht. Ein weiteres Team des Samariterbundes mit einem Wassertechniker ist zurzeit in den Katastrophengebieten unterwegs um mit lokalen NPOs längerfristige Wiederaufbauprojekte in die Wege zu leiten.

© ASB

Sachspenden wie Werkzeug, Schaufeln, Staubmasken, Babyartikel und Wasser werden noch bis Ende Mai an Samariterbund-Standorten in ganz Österreich gesammelt. Danach werden Geldspenden für den Wiederaufbau wichtig. Abschluss der Sachspenden-Aktion ist das öffentliche Fest Tag des Samariterbundes am 31. Mai im Wiener Prater.

Weitere Informationen unter www.facebook.com/samariterbund und www.samariterbund.net

Care

© Care

Dramatische Hilferufe erreichten uns über unsere CARE-Mitarbeiter vor Ort. Sevko Bajic, CARE-Projektleiter in Sarajewo, berichtet:
„Ich war in Bijeljna, als das Hochwasser kam. Flüsse sind übergetreten, Straßen wurden überschwemmt, das Wasser stieg unaufhaltsam. Ich sah die Furcht und das Entsetzen in den Augen der Menschen. Wir haben alles verloren, riefen sie. Was wird aus uns? Niemand wird uns helfen! – Die Verzweiflung vor Ort ist unvorstellbar. Ich sah eine Schlammlawine. Innerhalb von Sekunden begrub sie unzählige Häuser unter sich. Wie festgefroren, wie unter Schock stehen die Menschen vor ihren zerstörten Häusern und weinen. Ich habe den Krieg hier erlebt. Aber zum ersten Mal sehe ich Menschen, die ihre Hoffnung verlieren.“

CARE arbeitet seit 1990 auf dem Balkan. CARE verfügt in Bosnien und Serbien über Büros in Sarajevo, Banja Luka, Srebrenica und Belgrad. Zahlreiche lokale CARE-Helfern setzen vor Ort alles daran, den betroffenen Familien in der Hochwasserregion zu helfen: mit Not- und Soforthilfe und beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Lebensgrundlagen.

Caritas

© Caritas

Die Österreichische Caritas hat als erste Soforthilfe 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Über die lokalen Caritas und kirchlichen Strukturen (katholisch und orthodoxe Pfarren) werden Lebensmittel, Trinkwasser und Decken lokal angekauft und verteilt.
Zusätzlich stellt die Caritas 120 Trockengeräte zur Verfügung.

Die Hilfe vor Ort konzentriert sich jetzt schwerpunktmäßig auf die einstweilen am stärksten betroffenen Gebiete rund um Sarajewo, Belgrad und Banja Luka.
Im nächsten Schritt wird es darum gehen, die Menschen beim Wiederaufbau zu unterstützen und ihre Lebensgrundlagen zu sichern.

Diakonie

© DKH/Stefano Giantin

Die langjährigen Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe in den betroffenen Regionen verteilen seit Beginn der Überschwemmungen Trinkwasser, Konserven, Medikamente, Hygieneartikeln, Babynahrung und Entfeuchter zum trockenlegen von Häusern. In der ersten Akutphase ist es notwendig, die Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen.
Sobald sich das Hochwasser weiter zurückgezogen hat, wird mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Die Reinigung und Wiederinstandsetzung von Häusern wird lange Zeit in Anspruch nehmen. Auch hier unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe die betroffene Bevölkerung. Darüber hinaus sollen Familien und Bauern mit Saatgut und Viehbestand versorgt werden, damit ihre Einkommensquelle aus der Landwirtschaft gesichert werden.

Hilfswerk Austria International

© Hilfswerk

Das Hilfswerk versucht, den von der schweren Flutkatastrophe betroffenen Menschen in Bosnien so rasch als möglich zu helfen. Da das Hilfswerk seit langem in Bosnien & Herzegowina vor Ort ist. Alle benötigten Hilfsgüter lassen sich ohne Probleme vor Ort organisieren – allerdings nur mit dringend benötigter finanzieller Unterstützung. Die Opfer der Flutkatastrophe brauchen sofort Lebensmittel, Hygienematerial, Desinfektionsmittel, Kleidung, Babynahrung und Windeln, aber auch Matratzen und Decken. Für die Aufräumarbeiten werden Gummistiefel, Schaufeln, Schubkarren benötigt – alles lässt sich vor Ort organisieren. Doch ohne finanzielle Unterstützung sind selbst erfahrene Helfer und die vielen Freiwilligen, die zur Stelle sind, machtlos.
Suzana Jasarevic, Direktorin von Hilfswerk Austria International in Sarajevo: „Die betroffenen Familien sind mit ihrer Kraft am Ende. Jetzt geht es darum, dass wir in der Krisenregion zusammenhelfen. Sobald das Wasser zurückgegangen ist, können wir mit dem Wiederaufbau beginnen, zerstörte Schulen und Häuser herrichten und den Menschen Vieh und landwirtschaftliche Geräte zur Selbstversorgung zur Verfügung stellen.“

Österreichisches Rotes Kreuz

© ÖRK

Das Serbische Rote Kreuz verteilt an die Evakuierten Trinkwasser, Lebensmittel, Decken, Matratzen und Hygienepakete. Notunterkünfte wurden eingerichtet. Außerdem werden derzeit Lageerhebungen (kürzlich in Valjevo, Lazarevac undZajecar) durchgeführt, um den weiteren Bedarf zu erheben und weitere Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Dabei sind mehr als 420 Rotkreuz MitarbeiterInnen und Freiwillige im Dauereinsatz – konkret wurden Decken, Gummistiefel und 4.430 Mahlzeiten verteilt.

Auch in Bosnien ist das Rote Kreuz aktiv, unterstützt die Behörden bei der Evakuierung und verteilt vor allem im Norden Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel sowie Decken an die Betroffenen. Zahlreiche Rotkreuz-Freiwillige sind zur Verstärkung der Schutzdämme im Einsatz. Des Weiteren werden durch das Rote Kreuz Notunterkünfte zur Verfügung gestellt.

Das ÖRK unterstützt beide Rotkreuz-Schwestergesellschaften bei der Anschaffung von Hilfsgütern und stellt dafür finanzielle Mittel zur Verfügung. Seit Montag unterstützen drei Rotkreuz-Katastrophenhelfer aus Salzburg gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Salzburg die Auspumparbeiten in dem von der Save überfluteten Ort Sabac in Bosnien-Herzegowina.
Außerdem entsendet das ÖRK Experten in Katastrophenmanagement nach BiH, um der Rotkreuz- Gesellschaft bei der Bedarfserhebung und Organisation der Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Das ÖRK steht in ständigem Kontakt mit seinen KollegInnen vor Ort, um weitere Hilfsmaßnahmen bei Bedarf einzuleiten und zu koordinieren.

Das Internationale Rote Kreuz (IFRC) unterstützt die lokalen Rotkreuz Gesellschaften in Serbien und Bosnien-Herzegowina mit der Finanzierung von weiteren Hilfsgütern.

Volkshilfe

© Hilfswerk

Die Volkshilfe Österreich hat in Kooperation mit der Solidar Suisse und lokalen PartnerInnen bereits folgende Soforthilfemaßnahmen eingeleitet:
Unterstützung bei Aufräumarbeiten:
Über die lokalen ProjektpartnerInnen werden Hilfstrupps gebildet und koordiniert, die in mit den lokalen Behörden und der internationalen Gemeinschaft akkordierten Gebieten, Städten und Dörfern mit den notwendigsten Aufräumarbeiten beginnen. In erster Linie werden diese die Beseitigung von Tierkadavern zur Eindämmung der potenziellen Seuchenbildung sowie von Gefahrengut (umgestürzte Strommasten, beschädigte Fahrzeuge, etc.) aber auch die Sicherung von vom Einsturz bedrohter Häuser beinhalten.
Versorgung mit NFIs:
Die in Schulen, Sporthallen und Krankenhäusern untergebrachten Flutopfer müssen nun mit dem Nötigsten an NFIs versorgt werden. Dazu zählen u.a. Decken, Matratzen, Hygieneartikel (Seife, Zahnpaste, Monatshygiene, etc.) und Artikel für Babys (Windeln, Salben, Puder, etc.), die über entsprechend organisierte Transporte ins Land gebracht werden.